Vorschlag 3: Auf dem Weg zum Frieden in Peru - Freunde ohne Grenzen

Friedenspreis 2017: Auswahlliste Spenderpreis

Sie nennen sich Freunde ohne Grenzen: Gemeinsam organisieren deutsche und peruanische Freiwillige in den Armenvierteln am Rande Limas Projekte, die Hoffnung machen.

Am südlichen Rand der Millionenmetropole Lima sieht man, wie die Stadt immer weiter in die Wüste hineinwächst: Über Nacht entstehen dort Hüttensiedlungen, die sogenannten ‚jungen Dörfer‘, aus Pappe, Holz, Plastik und Wellblech. Feste Gebäude sowie Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom kommen erst Jahre später hinzu.

Seit mehreren Jahren organisiert dort eine kleine Gruppe aus engagierten deutschen und peruanischen Freiwilligen ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche: Workshops, Sport, Musik, Spiele und Sprachunterricht helfen den jungen Menschen, ihre Talente zu entwickeln, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen und neue Perspektiven zu entdecken.

Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben

Hinter den Aktivitäten steht der Verein ‚Freunde ohne Grenzen‘. Er unterstützt sowohl deutsche Freiwillige in Peru, als auch junge Peruaner, die einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten wollen. Neben diesen kontinuierlichen Aktivitäten hat der Verein in den vergangenen zwei Jahren zwei größere Projekte umsetzen können: die „Schule der Verantwortung“ und das Projekt „Friedenskunst“. Da in den Randgebieten Limas eine übergeordnete Infrastrukturplanung fehlt, hängt das Wohl der Bewohner von ihrer Fähigkeit zur Selbsthilfe ab. Hier setzt die ‚Schule der Verantwortung‘ an. Das Projekt richtet sich an junge Menschen, die sich für eine positive Entwicklung in ihrer Umgebung engagieren möchten. Sie werden in ihren Führungs- und Sozialkompetenzen geschult, um als Multiplikatoren in ihrer Region wirken zu können.

Künstlerische Wege hin zu einer Erinnerungskultur

Friedenskunst WorkshopDas Projekt ‚Friedenskunst‘ setzt hingegen bei der Bildung von Lehrerfortbildnern an, um so einen besonders nachhaltigen und weitreichenden Effekt zu erzielen. In mehreren Modulen wurde eine Gruppe von Lehrerfortbildnern dazu befähigt, friedenspädagogische Elemente in ihre tägliche Arbeit mit angehenden Kunstlehrer*innen zu integrieren. Organisiert wurde das Projekt in der Region Ayacucho im Süden Perus, die zu den ärmsten des Landes zählt. Sie war zwischen 1980 und 2000 das Zentrum eines Bürgerkriegs zwischen Revolutionären und Streitkräften des Staates, bei dem fast 70.000 Menschen ums Leben kamen. Bis heute wurde diese blutige Geschichte in der Gesellschaft kaum aufgearbeitet; die Gewaltrate ist eine der höchsten des Landes. Im Projekt ‚Friedenskunst‘ erkunden die Teilnehmenden deshalb künstlerische Wege, um friedliche Konfliktlösungen und eine Erinnerungskultur zu etablieren.

So können Sie mit abstimmen: Spenderpreis