Breaking the Silence: So kämpften wir in Gaza

Breaking the Silence: So kämpften wir in Gaza
"Die Einsatzregeln für die Soldaten waren die laschesten, die Breaking the Silence jemals gehört hat", heißt es in der Pressemitteilung der Israelischen Organisation ehemaliger Soldatinnen und Soldaten. Die Soldaten berichten der Organisation von irreführenden Informationen, denen zufolge Zielgebiete von Zivilisten geräumt seien – um dann zu merken, dass sich dort ganze Familien aufhielten. Viele Soldaten bezeugen, dass ihr Befehl gelautet habe, jede Person in einem bestimmten Gebiet zu töten.

Während des Kampfeinsatzes habe die israelische Armee tausende ungenaue Granaten in Wohngebiete gefeuert und massenhaft zivile Infrastruktur zerstört, so Breaking the Silence. Oft ohne klare operative Begründung und nachdem das betreffende Gebiet bereits von Bodentruppen geräumt worden sei, erklären sie. Viele Wohnhäuser seien vom Boden und aus der Luft beschossen worden, um "Präsenz" in der Gegend zu demonstrieren oder sogar als Strafe.

Yuli Novak, Direktor von Breaking the Silence, sagt: "Die Berichte zeichnen ein Bild von wahllosem Feuer, das zum Tod unschuldiger Zivilisten geführt hat. Die Einsatzregeln zeugen von ethischem Versagen, das ganz oben in der Befehlskette beginnt. Als Offiziere und Soldaten wissen wir, dass interne Ermittlungen des Militärs aber eher die einfachen Soldaten zu Sündenböcken für dieses Versagen machen. Die Öffentlichkeit muss wissen, auf welche Missionen ihre Söhne geschickt werden und nach welchen Normen die Armee in ihrem Namen handelt. Wir rufen zu unabhängigen Ermittlungen auf, die die ausgegebenen Einsatzregeln und die Normen und Werte hinter dieser Strategie untersucht."

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Presseerklärung

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