Professor Dr. Karl Holl verstorben

Im Alter von 85 Jahren verstarb am 23. April 2017 der Bremer Historiker Prof. Karl Holl, ein langjähriger Kooperationspartner der Stiftung die schwelle.

Ende 1982, kurz nachdem Karl Holl sein Mandat als FDP Abgeordneter in der Bremer Bürgerschaft niedergelegt hatte, traf er sich mit Kristina und Urban Bulling und dem Gründungsstifter der Schwelle Dirk Heinrichs, um zu eruieren, ob sein bundesweiter Arbeitskreis zum Themenfeld der Historischen Friedensforschung mit Hilfe der schwelle neu belebt werden könnte. In den 1970er Jahren hatte er diesen Arbeitskreis aufgebaut und als Karl Holl Ende des Jahrzehnts in die Politik wechselte, wurde der Arbeitskreis nicht weitergeführt. Im Jahr 1983 gab es im Hause Heinrichs in Fischerhude zwei bundesweite Tagungen zur Historischen Friedensforschung. Anfang 1984 wurde der Arbeitskreis Historische Friedensforschung (AKHF) dann dort auch offiziell neu gründet und mit Unterstützung der schwelle aufgebaut.

Karl Holl war der erste Sprecher, 6 Hochschullehrer, mehre Lehrer und einige Friedensaktivisten waren ebenso wie Dirk Heinrichs Gründungsmitglieder. Karl Holl blieb dem AKHF aber auch der Stiftung bis zu seinem Lebensende verbunden. 2007 erschien als sein bekanntestes Werk die Biografie zu Ludwig Quidde.

Karl Holl war nicht nur eine prägende Gestalt für die historische Friedensforschung, auch die praktische Friedensarbeit und -Pädagogik in Deutschland verdankt ihm viel. Am 4. Mai 2017 findet im Riensberger Friedhof die Trauerfeier statt, bei der wir uns von ihm verabschieden werden.

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