Wie alles begann

Die Geschichte der Stiftung die schwelle

Über 30 Jahre leistet und unterstützt die Stiftung die schwelle nun schon "Beiträge zum Frieden":

1. Phase: 1979 bis 1994

1979 nimmt die Stiftung die schwelle mit dem programmatischen Untertitel "Beiträge zur Friedensarbeit" nach langjähriger Vorbereitungszeit ihre Arbeit auf und wird nach dem Bremischen Stiftungsgesetz anerkannt, da die Firma des Gründers, die Stauerei Heinrichs, ihren Sitz in Bremen hat. Den Vorstand bildete das Gründerehepaar, Ruth-Christa und Dirk Heinrichs zusammen mit ihrem Freund und Anwalt Notar Urban Bulling. Ein Beirat wurde nicht berufen. Kristina Bulling nimmt aber an der Entwicklung der Stiftung stets vollen Anteil.

Ab 1985 wird Dr. Burkhard Luber als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Geschäftsführer im Auftrag der Stiftung tätig, ab 1986 in der Geschäftsstelle im Haus Heidland 13 in Fischerhude-Quelkhorn bei Bremen.

Eine Vielzahl von inhaltlichen Schwerpunkten zeichnet diese Auf- und Ausbauphase aus:

  • Hilfsprojekte in Polen und Togo, 1992 in Kroatien
  • Historische Friedensforschung (1984: Gründung des AK ) und Friedenserziehung (Schriftenreihen)
  • Forschungen zu den Spätfolgen des Vietnamkrieges (Agent Orange), u.a. in Vietnam
  • Teilhabe an der Ökumenischen Friedensbewegung (Braunfels, Assisi)
  • Gründung des Ökumenischen Dienstes Schalomdiakonat
  • Konversionsstudien und Herausgabe eines Transcontinental Peace Letter

2. Phase: 1994 bis 2000

Im Jahr 1994 wird der Vorstand der Stiftung erweitert und zum ersten Mal ein Beirat berufen. Anlass ist die personelle Erweiterung der Grundlage der Stiftung: Wiebke und Reinhard Jung werden Mitstifter. Wiebke Jung wird zusätzliches Vorstandsmitglied. Kristina Bulling bildet zusammen mit Reinhard Jung, Klaus Schaumann und Regine Heuer (geb. Heinrichs) den ersten Beirat der Stiftung. Später kommt Pastor i.R. Claus Bulling dazu. Raphaela Ertmer beginnt ihre Tätigkeit im Sekretariat. Vorstand und Beirat tagen grundsätzlich gemeinsam.

Neue, zusätzliche Schwerpunkte:

  • Betreuung von bosnischen Flüchtlingen in Bremen
  • Ausbau vielfältiger Menschenrechts- und Hilfs- Projekte in Kroatien und Serbien
  • Gründung des Vereins Arbeit und Zukunft in Bremen und der Arbeitslosenberatung in Bremen-Nord
  • Förderung von Projekten der Friedensforschung unter Leitung von Prof. Wolfram Wette: Pazifistische Offiziere 1871-1933

3. Phase: 2000 bis heute

Mit dem Erreichen des 75. Lebensjahres legt Dr. Dirk Heinrichs den Vorsitz der Stiftung im Frühjahr 2000 nieder; er und Ruth-Christa Heinrichs ziehen sich aus der praktischen Stiftungsarbeit zurück.

Vorsitzender wird Pastor Reinhard Jung, in den Vorstand treten zusätzlich Kristina Bulling und Regine Heuer ein. Der Beirat (seit 2011: Kuratorium) wird nach und nach auf zehn Personen erweitert, die unterschiedliche Kompetenzen und Lebenserfahrungen mitbringen.

In der Satzung der Stiftung wird – entsprechend des "ökumenischen konziliaren Prozesses" der 1980er Jahre – expliziter als vorher betont, dass die Stiftung sich dem Dreiklang von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung verpflichtet weiß.

Die Geschäftstelle der Stiftung zieht nach Bremen um, zuerst in die Hohenlohestraße, dann in den Barkhof. Seit 2006 befindet sie sich in der Wachmannstraße 79, ebenfalls in Bremen-Schwachhausen. Mit dem 31.12.2007 scheidet Burkhard Luber aus der Arbeit der Stiftung aus; seine Nachfolgerin als Geschäftsführerin der Stiftung wird Petra Titze.

Die Stiftung die schwelle hat sich aus einem engen Freundeskreis um die Gründungsstifter zu einer mittelgroßen Institution entwickelt. Es gibt zwei Stifterfamilien, aber ebenso erhebliche Zuwendungen anderer Mitglieder in das Vermögen oder in die Schwerpunktprojekte der Stiftung. Dazu kommt auch ein stabiler Kreis von Spenderinnen und Spendern.

Weiterhin aber lebt sie nicht in erster Linie von ihren Finanzerträgen sondern von dem Engagement ihrer ehrenamtlichen Mitglieder im Kuratorium und Vorstand und den Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle.

Neue  zusätzliche Schwerpunkte:

  • Aufbau des Alten- und Sozialzentrums in Sanski Most Fenix
  • Kooperation mit der albanischen Jugendprojekt IRSH in Skoder
  • Internationaler Bremer Friedenspreis, der seit 2003 alle 2 Jahre verliehen wird
  • Neue Partnerprojekt in Israel/ Palästina, Kamerun und Tansania, Bosnien und Chile
  • Förderung des AKHF-Projektes „Empörte, Retter, Helfer in der Wehrmacht 1933-45"

Vorstandsmitglieder der Stiftung:

Ruth-Christa Heinrichs (1979-2000)
Dr. Dirk Heinrichs (1979-2000)
Dr. Urban Bulling (1979-2010)
Wiebke Jung (1994 bis heute)
Regine Heuer (2000 bis 2009)
Kristina Bulling (2000 bis heute)
Reinhard Jung (2000 bis heute)
Jürgen Seippel (Vorstand seit 2007)
Klaus Körber (Vorstand seit 2010 bis 2013)
Rosmarie Klesse (Vorstand seit 2013 bis heute)

Beirats- bzw. Kuratoriumsmitglieder:

Klaus Schaumann (1994 2004)
Claus Bulling (1996 2008)
Heide und Jürgen Seippel (2001 bis heute)
Eva Dumendiak (2002 2008)
Benazir Lobo-Bader (2005 2008)
Britta Ratsch-Menke (2005 bis heute)
Heike Mahlke (2005 2012)
Klaus Körber (2005 2013)
Anette Klasing (2007 bis heute)
Rebekka Meyboden (2007 bis heute)
Petra Titze (2008 bis heute)
Jenny Kauther (2008 bis heute)
Rosmarie Klesse (2009 bis heute)
Susanne Korhammer (2009 bis heute)
Beate Löwe-Navarro (2011 bis heute)
Eckart Behm (2012 bis heute)
Hannes Menke (2014 bis heute)

Für den OeD / gewaltfrei handeln:

Christian Garve (2002 2004)
Jutta Boysen (2004 2008)
Sonja Priebs (2008 2009)
Marius Pötting (2009 2013)