Ausstellung: Genozid an sowjetischen Kriegsgefangenen

Srbuhi und Suren Sakarjan

Der Ruf der Kriegswirtschaft nach mehr Zwangsarbeitern rettete viele sowjetische Kriegsgefangene vor dem sofortigen Erschießen.

Bei der folgenden Schwerstarbeit in der Rüstungsindustrie, in Steinbrüchen und im Bergbau starben  aber weitere 1,3 Millionen Menschen. Die wenigen Überlebenden wurden nach ihrer Rückkehr in die Heimat als "Vaterlandsverräter" beschimpft und diskriminiert, ein Drittel wurde zu Zwangsarbeit im Gulag verurteilt. 20.000 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene erhielten nach ihrem Antrag auf Zwangsarbeiterentschädigung eine Ablehnung der dafür zuständigen Stiftung mit der Begründung "Kriegsgefangenschaft begründet keine Leistungsberechtigung". Der Fotograf Lars Nickel besuchte in Wolgograd und Armenien ehemalige Kriegsgefangene. Die Portraits und Zitate aus ihren Erinnerungen sind die Grundlage einer Ausstellung.

Die Stiftung die schwelle finanzierte die erste Station der Wanderausstellung in Bremen des Vereins Kontakte-Kontakty mit.

Srbuhi und Suren Sakarjan (rechts im Bild), Armenien 2007. Suren befand sich in deutscher Kriegsgefangenschaft: "Bislang ist es mir nie gelungen, mich von der schweren Erinnerung an meine Lagererlebnisse zu befreien. Sie verfolgen mich fast jeden Tag und lassen mir keine Ruhe. Sogar im Traum kommen häufig die Bilder meiner Kriegsgefangenschaft vor die Augen, so dass ich danach nicht mehr schlafen kann."

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