Opfer der NS-Militärjustiz

1990 wurde die Bundesvereinigung „Opfer der NS-Militärjustiz“ u.a. vom Bremer Ludwig Baumann als Zusammenschluss von Betroffenen gegründet. Nach dem Krieg wurden viele von der NS-Militärjustiz verurteilte als Feiglinge, Kriminelle und Verräter diffamiert.

Erst 1998 wurde die rechtliche Rehabilitierung der Kriegsdienstverweigerer und „Wehrkraftzersetzer“ erreicht, im Jahr 2002 die pauschale Rehabilitierung der Wehrmachtdeserteure und erst im September 2009 auch die der wegen „Kriegsverrat“ verurteilten. Die Bundesvereinigung setzt sich weiter dafür ein, dass der Unrechtscharakter der Wehrmachtsjustiz wissenschaftlich aufgearbeitet wird, dass der Kampf für Rehabilitierung dokumentiert und archiviert wird. Sie fordern ein würdiges Gedenken der Opfer der Militärjustiz im Rahmen staatlicher Erinnerungskultur und sie beraten und informieren noch lebende NS-Opfer und deren Angehörige.

die schwelle unterstützte den ehrenamtlich arbeitenden Verband mit einer Strukturförderung.