Gedenk- und Begegnungsstätte Rosenak-Haus

In der Gartenstraße 6 (heute Kolpingstraße) befand sich seit 1876 die Synagoge der Israelitischen Gemeinde Bremen. Selbstbewusst präsentierte sich das religiöse jüdische Leben im Zentrum der Stadt.

1926 wurde die Synagoge aufwendig renoviert, 1927 richtete die Gemeinde auf dem Nachbargrundstück ein Gemeindehaus ein, benannt nach dem hochangesehenen ersten Rabbiner Dr. Leopold Rosenak (1868-1923). Im November 1938 wurde die Synagoge von SA-Männern in der „Reichs­progromnacht“ bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Heute ist von der Synagoge lediglich das Kellergewölbe erhalten. Das Rosenak-Haus jedoch überstand die Brandstiftung unversehrt und blieb in der Substanz erhalten.

Der Verein „Rosenak-Haus: Erinnern – Aufklären – Begegnen“ hat 2009 verschieden Projekte realisiert, die auch von der schwelle unterstützt wurden: Unter dem Titel „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ erarbeiteten Schülerinnen und Schüler eine Stadtteilführung in Bremen-Walle, in dem sie einen persönlichen Zugang zur bremisch-jüdischen Geschichte im eigenen Stadtteil fanden. Von März bis August veranstaltete der Verein eine Vortragsreihe unter dem Titel: „…antisemitisch bis in die Knochen…“.