Interreligiöse regionale Friedenskonferenz

RAND („Regionale Adresse für gewaltfreies Handeln“) eine Organisation aus Kroatien, fördert Gewaltfreiheit als Lebenshaltung und Handlungsweg.

Zum zweiten Mal organisierten sie im Oktober 2008 mit Unterstützung der schwelle eine interreligiöse regionale Friedenskonferenz: „Indem wir den Frieden bauen, loben wir Gott – Gewaltverzicht ist der Weg des Zusammenlebens“. In Blagaj bei Mostar in Bosnien und Herzegowina nahmen 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Serbien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina und Kroatien teil, christlichen (katholisch, orthodox, protestantisch) und islamischen Glaubens.

Über die Konferenz schrieben sie: „Es ist uns wiederum gelungen, die Begegnungen in einem sicheren Raum zu ermögliche. Einen Raum, in dem wir uns gleichberechtigt und angenommen fühlen, trotz unserer Unterschiede. Der sichere Raum ist für uns die Entdeckung und Forschung der Gewaltfreiheit als Haltung und Strategie in der Friedensarbeit. Ein Teil der Gruppe wurde für die Friedensarbeit sensibilisiert, ein Teil wurde mit den theologischen Grundlagen in ihrem schon vorhandenen gesellschaftlichen Engagement ermutigt. In unseren Gesellschaften, wo die Gläubigen in der Mehrheit ökumenische und interreligiöse Ereignisse nicht kennen, nicht besuchen oder ihnen mit Angst und Misstrauen gegenüber stehen, sind wir noch am Anfang. Noch immer sind wir Zeuge von nationalistischen und hasserfüllten Ausbrüchen gegenüber anderen ethnischen oder konfessionellen Gruppen. Diese Ausbrüche werden in einem Teil der Bevölkerung mit dem Glauben verbunden. Und bisher sind Gläubige und Kirchen bei solchen Ausbrüchen als kritische Stimme ungenügend sichtbar und hörbar in der Öffentlichkeit.Unser Ziel ist Beständigkeit, Ausdauer und Sichtbarkeit, um eine Herausforderung in unseren Gesellschaft zu werden und damit Anstoß für Veränderung. Wir wissen nicht wie diese Veränderung am Ende aussehen wird, denn sie wird von allen Mitgliedern der Gesellschaft, nicht nur von uns, gestaltet. Wir wissen, dass es lange dauern wird, dass es Konflikte hervorrufen wird. Wir wollen uns darauf vorbereiten und dazu stärken."