Psychiatrie im Krieg

Das Bremer St.Jügen-Asyl im 1. Weltkrieg. Der vor 100 Jahren begonnene Erste Weltkrieg ist als »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« in die Geschichtsschreibung eingegangen. Er veränderte nicht nur die Gesellschaft, sondern auch und vor allem ihre Individuen.

Der Erste Weltkrieg darf nicht nur als historisches Ereignis betrachtet, sondern muss mit seinen Auswirkungen auf die Gegenwart wahr- und ernst genommen werden. Diese Zusammenhänge ergeben sich in der Psychiatrie unter anderem über das Thema der heute leider hochaktuellen Posttraumatischen Belastungsstörungen von Soldaten in Afghanistan- und anderen Kriegseinsätzen.

Die Publikation „Psychiatrie im Krieg“ befasst sich mit der Psychiatrie in Bremen im Ersten Welt­krieg. Sie basiert auf neuen Forschungsergebnissen zur Alltagsgeschichte des heutigen Klinikums Bremen-Ost. Es handelt sich um die erste Institutionen­geschichte eines ursprünglich zivilen Krankenhauses zwischen 1914 und 1918. Auch ist es die erste Arbeit, die auf der Auswertung psychiatrischer Kranken­akten aus der genannten Zeit basiert und die Gruppe der weiblichen und der männlichen zivilen Patienten neben der der soldatischen berücksichtigt. Trotz seiner Besonderheiten ist die Geschichte des Klinikums Bremen-Ost als Beispiel für die Geschichte eines psychiatrischen Krankenhauses im Deutschen Reich zwischen 1914 und 1918 zu betrachten.

Nach der Ausstellung unterstütze die Stiftung die schwelle auch die Veröffentlichung.