Ins Gesicht geschrieben – Jüdische Zuwandererinnen und Zuwanderer in Bremen

19 hochbetagte jüdische Zuwanderer, die aus Russland und der Ukraine nach Bremen eingewandert sind, wurden in einer Ausstellung der jüdischen Gemeinde gezeigt. Die porträtierten Menschen sind Zeugen eines durch die Shoah geprägten Jahrhunderts.

In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion haben sie während der Kriege und des Nationalsozialismus Abgründe systematischer Gewalt, Verachtung, materielle Not und namenloses Leid erlebt. Viele sind dem Tod mehrfach knapp entkommen. Alle haben zahllose Angehörige verloren und unter dem sowjetischen Regime weitere antisemitische Repressalien und tägliche Diskriminie­rungen erlitten.

Ausstellung: Jüdische EinwandererAlle haben in hohem Alter entschieden, ihr Zuhause, ihr vertrautes Urnfeld, ihre alltägliche und sprachliche, nicht aber ihre jüdische Kultur zu verlassen. Um in Deutschland ihren Lebens­abend zu verbringen. Die Aufnahmen von ihren Gesichtern erzählen ihre Lebensgeschichten jenseits der Sprache. In der starken Vergrößerung offenbaren sie emotionale Landschaften voller Ambivalenzen. Unaussprechliches wird lesbar und Unvorstellbares sichtbar.

Die Bilder erzählen aus 19 Leben. Und davon, dass das Leben größer ist als wir.

Die Stiftung die schwelle hat die Verwirklichung der Ausstellung mitfinanziert.