Buch: Medizinverbrechen an Bremer Kindern und Jugendlichen

Von Gerda Engelbrecht

Zwischen 1934 und Kriegsende wurden in den Grenzen des Deutschen Reiches etwa 400.000 Menschen zwangsweise sterilisiert, zwischen 1939 und 1945 mehr als 200.000 ermordet. Unter ihnen waren viele tausend Kinder und Jugendliche.

Am Beispiel von Bremen beleuchtet dieses Buch, wie Minderjährige zu Opfern von Medizinverbrechen wurden. Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass über 30 Bremer Kinder in der „Kinderfachabteilung“ der Lüneburger Heil- und Pflegeanstalt den Tod fanden. Die Autorin zeichnet ein detailliertes Bild des organisatorischen Ablaufs mit allen daran beteiligten Behörden, Institutionen und Personen. In Kurzbiografien rekonstruiert sie die Lebensspuren der getöteten Jungen und Mädchen. Ihre Interviews mit Angehörigen zeigen, wie die tabuisierte Vergangenheit bis heute wirkt.

Die Stiftung die schwelle hat einen Druckkostenzuschuss zu diesem Buch gegeben.