Erinnerungsbuch für die Opfer der NS-Medizinverbrechen in Bremen

Zwischen 1939 und 1945 fielen mehr als 200.000 kranke, behinderte und unangepasste Menschen den nationalsozialistischen Medizinverbrechen zum Opfer.

Unter ihnen waren mindestens 822 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer, die in Bremen geboren wurden oder gelebt haben. An diese Menschen erinnert das Buch von Gerda Engelbracht, das mit einem Druckkostenzuschuss der schwelle realisiert werden konnte. In einer bedrückend langen Liste wird jedes einzelne Opfer der Bremer Krankentötungen namentlich und mit Geburts- und Todestag genannt.

Die Autorin hat für ihr Anliegen, Individualitäten und Persönlichkeiten der Menschen aus dem Dunkel der Geschichte herauszuheben, neben den Krankenakten auch persönliche Unterlagen wie Briefe und Zeichnungen studiert.  Die so rekonstruierten Geschichten Einzelner öffnen den Leser*innen ganz eindringlich den Blick für die familiären Tragödien, die hinter diesen menschenverachtenden Verbrechen stehen.

Das Buch ‚Erinnerungsbuch für die Opfer der NS-Medizinverbrechen in Bremen‘ von Gerda Engelbracht ist in der Edition Falkenberg erschienen.