Münchener Friedenskonferenz

Seit 2003 findet zeitgleich zur ‚Münchener Sicherheitskonferenz‘ (an der internationale Sicherheitspolitiker, Militärs und Rüstungsindustrielle teilnehmen) die "Internationale Münchner Friedenskonferenz" statt. Die Friedenskonferenz wird von einem Trägerkreis aus acht Friedensgruppen organisiert.

Während das Sicherheitsverständnis der Sicherheitskonferenz auf Dominanz und Machterhalt ausgerichtet ist, fordern die Akteure der Friedenskonferenz eine neue Denkweise: die Orientierung an globaler Gerechtigkeit, am Gemeinwohl für alle Menschen und an Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und im Umgang mit den Ressourcen.

Im Umfeld der Friedenskonferenz finden regelmäßig Demonstrationen gegen die Haltung der Sicherheitskonferenz statt. Seit 2009 hat eine Gruppe aus dem Trägerkreis der Friedenskonferenz die Möglichkeit, Beobachter*innen zur Sicherheitskonferenz zu entsenden und seit 2015 dort auch eigene Veranstaltungen durchzuführen.

In diesem Jahr beschäftigten sich die rund 770 Besucher*innen der Internationalen Münchener Friedenskonferenz mit den Themen ‚Herausforderung Kalifatstaat. Ansätze für zivile Lösungen‘, ‚Die Rolle religiöser Akteure in Friedensprozessen‘, ‚Versöhnungsprojekte in Israel und Palästina‘ und ‚Schutz der Menschenrechte durch Prävention‘.

Zum Abschluss gestaltete ein Vorbereitungskreis aus fünf Religionen ein Friedensgebet zum Thema "Begegnen, Entfeinden, Versöhnen".

www.friedenskonferenz.info