Polizei. Gewalt. Bremens Polizei im Nationalsozialismus

Polizeigewalt im Nationalsozialismus – das war nicht bloß die Gewalt der Gestapo.

Die Ausstellung des Bremer Innensenators zeigt: Alle Sparten der Polizei in Bremen arbeiteten mit an der Durchsetzung der Ziele des NS-Staates. Und nichts deutet darauf hin, dass sie das nur widerstrebend oder unter Zwang getan hätten. Wen immer die Nationalsozialisten als ihre Feinde bezeichneten, der war auch der Feind der Polizei: Politische Gegner, Oppositionelle oder Menschen, die nicht in die nationalsozialistischen Vorstellungen von der deutschen "Volksgemeinschaft" passten und die als "asozial" aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden und in den Konzentrationslagern verschwanden. Die Entrechtung, Drangsalierung und Deportation der Juden und der Sinti und Roma war wesentlich mit das Werk der Polizei. Im Krieg tat sie alles dafür, um die “innere Front“ zu sichern; wer nicht das Äußerste tat, um den deutschen "Endsieg" zu sichern, fand in ihr einen erbitterten Gegner.

Auch über innenpolitische Aufgaben hinweg war die Bremer Polizei durch Einheiten an Verbrechen während des Nazionalsozialismus beteiligt, z.B. das berüchtigte Polizeibataillon 303, das für Massenmord an Juden in Kiew mitverantwortlich war.

Die Stiftung die schwelle unterstützte die Ausstellung mit einem Zuschuss.