"Mate ni kani“ wird mit dem Preis für "Ermutigende Initiativen" ausgezeichnet, über dessen Vergabe die Spenderinnen und Spender der Stiftung abgestimmt haben. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert. In Niger klafft eine problematische Lücke zwischen der seit Kolonialzeiten gelehrten Schulsprache Französisch und der Muttersprache vieler Kinder.
Der Verein, der seinen deutschen Sitz in Bremen (Stadtteil Peterswerder) hat, veröffentlicht emanzipatorische Kinder- und Jugendbücher für den muttersprachlichen Unterricht in Niger und unterstützt Fraueninitiativen beim Aufbau eigener wirtschaftlicher Perspektiven. „Dass Mate ni kani ausgezeichnet wird, ist kein Zufall, sondern der Lohn für eine kolossale und unschätzbare Arbeit über mehr als 15 Jahre hinweg und die Ermutigung zu einer soliden und dauerhaften Zusammenarbeit zwischen unseren Völkern“, sagt der Verleger Bako Malam Abdou aus der nigrischen Hauptstadt Niamey, der in Zusammenarbeit mit dem Verein mittlerweile 56 Bücher herausgebracht hat. „Es ist immer berührend, wenn bereits in der Grundschule Kinder selbstbewusst den Unterricht mitgestalten, statt mechanisch in einer fremden Sprache etwas nachplappern, dessen Sinn sie selten verstehen“, ergänzt Manfred Weule, 1. Vorsitzender des Vereins. „Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung gehören zusammen und beginnen im Kleinen.“
Ort: Haus der Wissenschaft | Sandstr. 4/5 | Bremen
