RAND setzt seine Arbeit trotz Naturgewalten fort

Ein Unglück kommt selten allein. Die Arbeit des Projektes RAND in Kroatien wird nicht nur durch die Corona-Krise, sondern auch noch durch ein Erdbeben erschüttert.

Uns geht es weiterhin gut... . Am Montag, den 16.März sind wir aus Deutschland zurückgekommen und wir sind jetzt noch bis Ende des Monats zur Sicherheit in Isolation (gestern und heute Vormittag war auch die Polizei bei uns vor der Tür, um zu kontrollieren, ob wir zu Hause sind).

Am 22.3. um 6.24 bin ich wegen des Erdbebens aufgewacht. Es dauerte ca.10 Sekunden. Manche Sachen sind von den Schränken runtergefallen (Vase, Keramikgeschirr...). Danach habe ich beim Putzen gedacht: „Lieber Gott, ich habe eine Wecker-App auf dem Handy, du musst mich nicht auf diese Weise wecken." Gott sei Dank wir haben keinen Schaden erlitten, weder wegen Corona noch wegen des Erdbebens. Alle in unserer Kommune sind bis jetzt heil und gesund. In diesen Zeiten fehlt uns besonders die Nähe und Umarmung mit unserer Enkelin.

In der Stadt Zagreb und in Orten ganz nah am Epizentrum vom Erdbeben gibt es viel mehr Schaden (wir sind ca.8 km von diesem Epizentrum entfernt). Das Beben hatte eine Stärke von 5.5 auf der Richter-Scala.

Das Jahr 2020 hat irgendwie so mit einer 'Termin-Schleuder' angefangen. Zunächst mehrere Termine hier in Kroatien dann in Deutschland, so dass diese Entschleunigung mit Corona für uns im Moment heilsam ist – wenn ich sowas sagen darf - wir haben auch alles. Ich konnte vor ein paar Tagen auch unseren Garten vorbereiten und verschiedene Sachen schon pflanzen. Jetzt ist wieder kalt geworden und es hat auch geschneit. Aber den Frühling kann man nicht stoppen.

Liebe Grüße

Otto und Ana

Stand: April 2020