Wir glauben an eine Zukunft in Frieden und Freiheit

Unsere Projektpartner Combatants for Peace arbeiten seit vielen Jahren an gewaltfreien und friedlichen Lösungen in Israel und Palästina. In ihrem Brief zum Ende des Jahres schreiben sie über ihre gemeinsame Trauer, ihren Schmerz und ihre Solidarität miteinander für eine eine Zukunft, in der alle Menschen in Frieden, Würde, Gerechtigkeit und Freiheit leben können.

Liebe Freundinnen und Freunde,

normalerweise schreiben wir euch am Ende des Jahres, um die Höhepunkte des zu Ende gehenden Jahres aufzuzeigen und euch unsere Hoffnungen und Träume für das kommende Jahr mitzuteilen. Aber dieses Jahr fühlt es sich anders an.

Jemand, der uns gut kennt, hat uns kürzlich gesagt, dass wir für ihn wie Flugbegleiter während eines Fluges in schweren Turbulenzen sind: Auf die Crew wird sorgenvoll geschaut und versucht aus ihren Augen herauszulesen, ob Anzeichen von Panik oder Besorgnis sichtbar sind, um zu wissen, wie sie als Passagiere reagieren sollen. Wir haben uns entschieden, den Kopf hochzuhalten und entschlossen und hoffnungsvoll zu bleiben, während wir uns mit unserer Gegenwart und Realität auseinandersetzen. Wir alle trauern immer noch, trauern um die, die wir verloren haben, und nehmen immer noch in unvorstellbarer Zahl an Beerdigungen und Trauerfeiern sowohl in Israel als auch in Palästina teil. Wir sehen immer noch schockiert und entsetzt zu, wie die Menschen in Gaza sterben, leiden und hungern. Und noch immer wird uns allen jedes Gefühl von Sicherheit verwehrt, und wir fürchten um unsere Familien, unsere Freunde und unsere gemeinsame Zukunft.

Aber unser Zusammenhalt gibt uns Kraft, und wir schöpfen Trost aus den kleinen, aber heldenhaften Taten, die jeden Tag in unserer Bewegung geschehen. Die israelischen Aktivistinnen und Aktivisten, die immer noch ins Jordantal reisen, um die palästinensischen Hirten vor der Barbarei der Siedler und der Straflosigkeit der Armee zu schützen, die palästinensischen Aktivistinnen und Aktivisten, die sich mit Menschlichkeit und Tapferkeit zu Wort melden und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unsere Bewegung trotz ihrer eigenen Traurigkeit, Instabilität und ihres Drucks am Laufen halten.

Wir möchten auch euch von ganzem Herzen danken. Ohne die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft wäre nichts zu erreichen und es gab viele stolze Momente im Laufe des Jahres, auf die wir bald zurückblicken werden. Aber jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf den heutigen Tag und den Tag nach dem Krieg. Was kommt als Nächstes auf unsere Gesellschaften zu und wie können wir beginnen, uns von diesem Schrecken zu erholen?

Eines wissen wir: Wir können unser "Miteinander" nicht als selbstverständlich ansehen. Wir müssen uns durch eine Reihe von Hindernissen hindurcharbeiten und tief in uns gehen, um unsere Teams zusammenzuhalten und uns nicht von unserer Trauer oder Wut überwältigen zu lassen. Combatants for Peace gibt es seit der zweiten Intifada im Jahr 2006, als es den Mut und die Fantasie einiger weniger Kämpfer brauchte, um etwas Magisches zu schaffen. Wir blicken zurück auf unsere Wurzeln und bitten darum, dass uns derselbe Mut und dasselbe Engagement für Gewaltlosigkeit weiterbringen. Wir wissen, dass es hier keine militärische Lösung gibt und dass dieser sinnlose Verlust von Menschenleben nichts bringt.

Wir haben unsere Vision für 2024 aktualisiert: Wir glauben an eine Zukunft, in der alle Menschen in Frieden, Würde, Gerechtigkeit und Freiheit leben.

Das klingt einfach, aber wir sind weit davon entfernt, dies zu erreichen. Das ist es, was wir im Jahr 2024 und darüber hinaus anstreben werden und wofür wir stolz mit unserer Organisation stehen.

Bleibt nur noch, allen Feiernden ein frohes Weihnachtsfest und ein friedliches neues Jahr zu wünschen.

Wir hoffen auf bessere Tage für uns alle. In Frieden und Solidarität,

Rana Salman & Yonatan Gher
Co-Direktoren, Combatants for Peace

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