Joint Ceremonies

Unsere Partnerorganisation Combatants for Peace hat auch in diesem Jahr wieder zwei beeindruckende Veranstaltungen organisiert zum gemeinsamen Gedenken von Palästinenserinnen, Palästinensern und Israelis: Die Joint Memorial Ceremony gemeinsam mit Parents Circle zum Gedenken aller Opfer des Konfliktes und die Joint Nakba Ceremony, bei der gemeinsam an die Vertreibung der Palästinenser:innen 1948 erinnert wird.

Gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkfeiern sind der beste Weg, unseren geteilten Schmerz zu heilen und zusammen an einer tragfähigen Lösung zu arbeiten.

Joint Memorial Ceremony: Die gemeinsame Gedenkfeier, die von „Combatants for Peace“ und „Parents Circle Families Forum“ organisiert wird, ist die größte gemeinsam von Israelis und Palästinensern veranstaltete Friedensveranstaltung in der Geschichte. Sie bietet Israelis und Palästinensern eine einzigartige Gelegenheit, gemeinsam zu trauern und geschlossen ein Ende der Besatzung und der Gewalt zu fordern.

Die Gedenkfeier findet jährlich am Vorabend von Yom Hazikaron (dem israelischen Gedenktag) statt. In der israelischen Mainstream-Kultur dienen die Gedenkfeiern, die an diesem Tag meist abgehalten werden, dazu, kulturelle Narrative von Schmerz, Opferrolle und Hoffnungslosigkeit zu verstärken. Die gemeinsame Gedenkfeier verändert dieses Narrativ, indem sie Palästinenser und Israelis an den Gedenkort bringt, um Seite an Seite zu trauern und einen anderen Weg in die Zukunft aufzuzeigen.

Joint Nakba Ceremony: Die gemeinsame Gedenkfeier zur Nakba ist eine einzigartige Gelegenheit, des Leids und der Tragödie der Nakba zu gedenken, als 1948 mehr als 700.000 Palästinenser gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben wurden, zu Flüchtlingen wurden und mit ansehen mussten, wie ihre Dörfer und Städte zerstört wurden. In Israel ist schon die bloße Erwähnung der Nakba ein absolutes Tabu. Wir glauben jedoch, dass Frieden und Versöhnung eine aufrichtige und ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Geschichte erfordern, die nicht 1948 endete, sondern bis heute andauert.

Wir sind uns bewusst, dass wir, um die Besatzung zu beenden und eine Lösung für den Konflikt zu finden, einander mit Empathie zuhören und Ungerechtigkeiten anerkennen müssen, um echte Befreiung zu erreichen. Unsere Bewegung entstand aus den persönlichen Erfahrungen ihrer Gründer, die zuvor aktiv an Gewalt gegen die andere Seite beteiligt waren.

Hier sind mehr Informationen und Videos der Veranstaltungen: Joint Ceremonies

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