Olga Karach erhielt 2019 den Internationalen Friedenspreis der Bremer Stiftung die schwelle.
Die Politikwissenschaftlerin ist das Gesicht und die treibende Kraft des Menschen- und Bürgerrechtsnetzwerks „Nash Dom“, dem landesweit rund 20 Gruppen angehören. Ihr Ziel: Missstände in der kommunalen und nationalen Politik aufdecken und öffentliche Kampagnen organisieren, um Politiker*innen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein solches Engagement ist in Weißrussland nicht gern gesehen – vor allem, wenn es sich gegen die Regierung richtet: Aktivist*innen werden bedroht, misshandelt und verhaftet. Olga Karach setzt sich ebenso unermüdlich für Kriegsdienstverweiger ein.
Seit einigen Jahren lebt sie – wie viele andere Oppositionelle aus Belarus – in
Litauen. Weil sie von dort aus ihre Menschenrechtsarbeit fortführt, wird sie auch in Litauen bedroht und verfolgt.
Olga Karach wurde aktuell für den Friedensnobelpreis 2024 nominiert.
Die Bremer Stiftung die schwelle ist entsetzt angesichts des Urteils der belarussischen Regierung und in Sorge angesichts der gegenwärtigen Bedrohungen, denen die Menschenrechtsaktivistin auch in Litauen ausgesetzt ist.
Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Petra Titze
Geschäftsführerin Stiftung die schwelle
Telefon: 0421 – 30 32 577
E-Mail: petra.titze[at]dieschwelle.de
