Nein meint Nein! Aufruf zur Kriegsdienstverweigerung an belarussische Soldaten

Unsere Friedenspreisträgerin 2019 Olga Karatch initiert mit ihrer Menschenrechtsorganisation Nash Dom einen Kampagne gegen die Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine.

Unsere Idee ist es, eine Frauenkampagne "Nein heißt Nein" durchzuführen, um belarussische Männer dazu zu bringen, massiv aus der Armee zu desertieren, und belarussische Frauen dazu zu bringen, ihre Teilnahme am Krieg von Seiten des Kremls abzulehnen.

Die Ziele der NMN-Kampagne sind:

  • 1.       Entmilitarisierung der belarussischen Armee, um Aljaksandr Lukaschenka die wichtigste Ressource im Krieg zu entziehen - die menschliche Ressource. Wie kann er sich beteiligen, wenn er niemanden hat, den er zum Kämpfen einsetzen kann?
  • 2.       Die russische Armee soll demoralisiert werden, da sie schockiert sein wird, dass die Belarussen nicht nur nicht bereit sind zu kämpfen, sondern auch in großer Zahl vor Krieg und Militäraktionen zu den belarussischen Frauen fliehen. Das heißt, dass das Misstrauen innerhalb der Armee zwischen Russen und Belarussen wachsen wird: Sie müssen nicht nur Ukrainer töten, sondern auch auf Belarussen aufpassen, damit sie nicht weglaufen.
  • 3.       Mobilisierung des Protestpotenzials und der Protestwählerschaft in Belarus gegen den Krieg und für die Nichtbeteiligung an den Kriegsanstrengungen gegen die Ukraine. Dies wird dem belarussischen Protest einen neuen Impuls und einen zweiten Wind verleihen, denn wir brauchen eine Armee von Freiwilligen, die direkt mit der belarussischen Gesellschaft zusammenarbeiten.

 Vorläufige Ergebnisse

Die Reichweite der Informationsmaterialien von MNM auf YouTube, Facebook und anderen sozialen Netzwerken betrug mehr als 1 Million Nutzer.

Seit dem 05.03.2022 verlassen massiv Männer im kampffähigen Alter Weißrussland, weil sie befürchten, zu den Waffen gerufen zu werden und auf Putins Seite zu kämpfen. Inzwischen haben die litauischen Behörden offiziell bestätigt, dass der Zustrom belarussischer Männer nach Litauen zugenommen hat. So reisen beispielsweise täglich etwa 200 Männer nur über den Grenzübergang Medininkai (LT) nach Litauen ein. Es gibt 5 Grenzübergänge an der weißrussisch-litauischen Grenze, wobei Medininkai natürlich der größte ist.

Unerwartete Ergebnisse:

1. Die litauische Regierung ist schockiert über die Zahl der belarussischen Männer im Rekrutierungsalter, die in dieser Woche in ihrem Land eintrafen. Wir haben sie mehrere Tage im Voraus informiert, aber sie haben nicht geglaubt, dass die Massenflucht von belarussischen Männern aus der Armee nach Litauen überhaupt real ist.

2. Die Verhandlungen zwischen "Unserem Haus" und dem ukrainischen Militär über die Möglichkeit, belarussische Kriegsgefängnisse an belarussische Frauen aus "Unserem Haus" zu übergeben, verlaufen recht gut. Die ukrainischen Militärs sagten, dass dies theoretisch möglich ist, aber es muss entschieden werden, in welches Land (Weißrussland kann verständlicherweise kein solches Land sein).

3. Verhandlungen von "Unser Haus" mit einer Reihe von Regierungen.

Lettland hat vor einer Woche und Litauen vor einem Tag zugestimmt, belarussische Männer, die vor der Einberufung fliehen, als politische Flüchtlinge zu betrachten.

Kontakt zu Nash Dom hier: Nash Dom

Spenden Sie jetzt!
Friedenspreisträgerin 2019

 

 

Bankverbindung

IBAN:
DE 45 290304 00 00000 94293
BIC (SWIFT)-Code: PLUM DE 29
Bankhaus Carl F. Plump, Bremen

> Zum Spendenformular

       > Newsletter bestellen

 

 

Kontakt

Stiftung die schwelle
Wachmannstraße 79
D-28209 Bremen
Telefon: 0421 - 3032-575

> stiftung[at]dieschwelle.de

> Kontakt